Moorschutz ist Klimaschutz Zustand der Moore jetzt Thema im Landtag

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen Moore besser geschützt werden. Hierfür arbeitet das Bundesumweltministerium an einer nationalen Moorschutzstrategie, denn entwässerte Moore sind deutschlandweit die größte Quelle von Treibhausgasen außerhalb des Energiesektors. Die Grünen im Niedersächsischen Landtag sehen das Land Niedersachsen hier in besonderer Verantwortung und machen den Moorschutz nun mit einer Großen Anfrage zum Thema im Landtag.

MdL Susanne Menge erklärt dazu: „Niedersachsen ist das moorreichste Bundesland Deutschlands. Über 70 Prozent der bundesweiten Hochmoore liegen in Niedersachsen. Gerade in der Region um Oldenburg prägen eine Vielzahl von Mooren die Landschaft“. Intakte, naturnahe Moore sind Hotspots der Artenvielfalt, helfen gegen Überschwemmungen und wirken gleichzeitig als gigantische CO2-Speicher.
Für den Bau der A20 werden Moore quasi ausgequetscht wie ein Schwamm. Der in der Region noch übliche Torfabbau zur Herstellung von Gartenerde zerstört die über Jahrtausende aufgebaute Torfschicht und setzt enorme Mengen CO2 frei und erst kürzlich wurden im Landkreis Oldenburg wieder Moorflächen illegal übersandet. „Was wir heute zerstören, ist unwiederbringlich verloren“, bedauert MdL Menge „wir müssen daher die noch vorhandenen Moore und Moorböden bestmöglich bewahren“.
Vor diesem Hintergrund möchte die grüne Landtagsfraktion u.a. wissen, welche Anreize die Landesregierung für Landwirt:innen schaffen will, um auf torferhaltende Bewirtschaftungsformen umzustellen und wie die Landesregierung versucht ihr Ziel umzusetzen, den Torfeinsatz im niedersächsischen Produktionsgartenbau zu reduzieren.

Die Anfrage ist unter diesem Link zu finden:
https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F18%5F10000/08501-09000/18-08876.pdf 

Die Antworten werden in einigen Wochen erwartet.

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