Offenes Gespräch über Probleme und Lösungen Delegation aus Politik und Zivilgesellschaft besucht die Landesaufnahmeeinrichtung Kloster Blankenburg

Eine kleine Delegation aus den Oldenburger Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Susanne Menge, und der SPD, Hanna Naber und Ulf Prange sowie Ingrid Kruse, Vorsitzende des Fachausschusses Migration im Stadtrat Oldenburg, Uwe Erbel von IBIS e.V. sowie Hanno Heimann vom Bündnis LeaveNoOneBehind hat am 26. Juni die Landesaufnahmeeinrichtung Kloster Blankenburg besucht. In einem dreistündigen Gespräch wurden bestehende Probleme offen angesprochen und Lösungen diskutiert. Vor allem corona-bedingte Beschränkungen von Möglichkeiten sowie bauliche Bedingungen sind einige der Kernprobleme, die alle Beteiligten zu Recht beklagen. In diesem Zusammenhang wurde auch der veröffentlichte Brief von Geflüchteten gesehen. Susanne Menge: „Der Brief ist Ausdruck von Frustration und dem Gefühl, bei der Verteilung in Kommunen diskriminiert zu werden. Doch nicht die Mitarbeiter*innen in der Einrichtung Kloster Blankenburg sind für Entscheidungen und Bedingungen verantwortlich, sondern Bundes- und Landesgesetze.“
Die Delegation führte dazu Gespräche mit Geflüchteten - u.a. zum politischen System in Deutschland. „Demokratien kennt kaum jemand von den Geflüchteten. Politik bedeutet häufig Alleinherrschaft, zumeist Gewalterfahrung und Korruption.“, so Hanna Naber.
Der Innenausschuss des Landes ist aufgefordert, die Landesaufnahmeeinrichtungen zu besuchen. „Wir müssen solche Besuche verstetigen und im Austausch bleiben“, so Prange.
Für den Herbst ist der zweite Besuch bereits geplant.

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